Das Reiseziel von Pauline M'barek war Brüssel, wo sie sich insgesamt fünf Monate aufhielt. Dabei interessierte sie sich weniger für die moderne Großstadt als für die Spuren der kolonialen Vergangenheit Belgiens. Bei ihrer Diplomausstellung 2007 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, wo sie sich in einer multimedialen Installation unter anderem mit Falten auseinandersetzte, stellten die projizierten Bildarchive und Videoanimationen den Versuch dar, die enge Verbindung von wissenschaftlichen Phänomenen und kognitiven Prozessen zu veranschaulichen.

Ihr Interesse für die afrikanischen Masken, die in den königlichen belgischen Sammlungen aufbewahrt sind, ist auch nur vordergründig an die Masken selbst gerichtet. Vielmehr geht es M'barek darum, ein Bild für den Umgang mit der Kolonialgeschichte Belgiens zu finden. Ihr Augenmerk richtete sich deshalb nicht auf die ausgestellten Vorderseiten der Masken, sondern deren Rückseiten, die für den Blick der westlichen Museumsbesucher verborgen bleiben.